Nebliges
Ringsum Nebel. An einem Tag, ich glaube, im traurigen Monat November war`s. Reste eines gelesenen Poems geistern mir im Kopf herum. Mit dem Fahrrad rutsche ich über feuchte Kopfsteine. Jeder Stein liegt anders. Ich werde unsicher. Irgendwo schreien Gänse. Es sind sicher Graugänse. Graue Gänse in grauer Luft. Lauert nicht Erlkönig dort hinter der verzerrten Kopfweide?
Ein einsamer Läufer zieht als Schattenriss über das Feld. Im nahen Dorf kläfft müde ein Hund. Leblose Trübe. Mit dem Rad hoppele ich über graue Betonplatten durch hängende Nebelschleier.
Plötzlich, sehe ich ein seltsames Licht. Mich gruselt `s. Längst bin ich vom Rad gestiegen. Gespenstische Schwaden ziehen mich an, hüllen mich ein. Ich zittere vor Angst. Dämpfe wabern. Unförmig erscheint eine Figur im dichten Nebel. Langsam gehe ich auf sie zu. Aufgeschreckt flattert ein schwarzer Vogel auf. Noch ein paar Schritte. Nein, mir geht ein Schlag durch den ganzen Körper. Ein Troll. Er grinst mich an. Der Troll ist - aus - Holz ! Ich stöhne erleichtert auf, sehe zugleich eine geschnitzte Tafel auf der ich lese:
„Ein Troll mischte hier Wasser und Licht zu der eintönigen Farbe Lichtgrau.“ Langsam verlasse ich den gruseligen Ort.
Auch die graue Farbe kann angenehm schön sein.

KI-Bild „Nebliges“, chatGPT, OpenAI, erstellt am 23.08.2025